In-vitro-Fertilisation (IVF)

Die Bezeichnung "in-vitro" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet im Glas. Das IVF-Verfahren wird oftmals in Kombination mit einer Hormonbehandlung durchgeführt, so dass mehrere Eibläschen heranreifen. Die Eizellen werden aus den Eierstöcken entnommen. Im Labor werden diese mit dem Samen zusammengebracht. Im Reagenzglas findet die Befruchtung statt. Etwa drei Tage später werden ein bis maximal drei befruchtete Eizellen in die Gebärmutter eingebracht.

 

Wichtige Schritte des In-vitro-Fertilisation-Verfahren

  • Anregung der Eierstöcke durch Hormone
  • Kontrolle der Eizellreifung durch Blutproben, Messung der Hormone
  • Eisprung auslösen: funktioniert in einigen Fällen selbst, sonst löst der Arzt durch eine Injektion einen Eisprung aus
  • Nach 36 Stunden erfolgt die Entnahme der Eizellen. Der Eingriff wird meist durch die Scheide und unter Narkose durchgeführt.
  • Samengewinnung durch Masturbation

Die Samenzellen werden zu den Eizellen gegeben. Diese befinden sich in einem Reagenzglas, welches mit einer speziellen Nährlösung gefüllt ist. Für ca. 24 Stunden verbleiben Ei- und Samenzellen in einem Wärmeschrank mit einer Temperatur von 37 Grad. Bei einer erfolgten Befruchtung wird der Embryo nach 24 bis 48 Stunden in den Körper der Frau übertragen. Dazu wird die befruchtete Eizelle in einem Katheder aufgezogen. Dieser wird anschließend in die Scheide eingeführt. Der Embryo wird dann an der entsprechenden Stelle platziert.

In der Regel hat die Frau bei diesem Eingriff keine Schmerzen. Ob sich der Kinderwunsch erfüllt, dass heißt ob eine Schwangerschaft eingetreten ist, kann der Arzt nach zwei Wochen feststellen. Dazu wird durch eine Blutentnahme der HCG-Wert bestimmt, welcher eine Schwangerschaft erkennen lässt. Die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges bei dieser Therapie liegt durchschnittlich bei 30 Prozent.

 

Komplikationen des IVF-Verfahren

  • Hormonbehandlung kann zum so genannten Überstimulierungssyndrom führen, welches zu Übelkeit, Bauchschmerzen und Blutgerinnungsstörungen führen kann
  • Einnistung erfolgt nicht in der Gebärmutter
  • mögliche Eileiterschwangerschaft
  • Fehlgeburt, je älter die Frau umso größer ist das Risiko
Werbung